violette Paramente Dreifaltigkeitskirche Augsburg
die Paramente in Dreiecksform stören das Auge und fügen sich doch in den Raum ein © Entwurf Beate Baberske Foto Uwe Niklas

Mitglieder der Gemeinde besuchen die Werkstatt zu einem Tag der offenen Tür am 1. Mai. Die Männer und Frauen sind fasziniert von den verschiedenen Technologien, kaufen spontan FadenKreuze und liebäugeln mit einem Kreuz für den Gemeindesaal. Pfarrer Fuchsberger kündigt an:

Wir müssen jetzt erst mal unsere Heizung sanieren. Aber wir kommen wieder!

2012 ist es dann soweit. In einem fruchtbaren Beratungstermin in der Kirche vor Ort werden die neuen Formate für vier Farben festgelegt, Beate Baberske bespricht ihre Ideen, die Malereien von Hubert Distler in die Paramente aufzunehmen. Sie hält einen Vortrag in der Kirche zur Bedeutung der Paramente und zu den Entwürfen. Über 30 Gemeindemitglieder sind anwesend. Die Paramente werden mit kleinen Änderungen beauftragt und ausgeführt. 2018 ergibt sich die Gelegenheit, dass Raumaufnahmen gemacht werden können. 

Die Paramente haben zwar Gebrauchsspuren, aber schön sind sie immer noch!

Weitere Eindrücke in der Bildergalerie

Die Bilder zeigen, wie unterschiedlich der Altar und die Kanzel geschmückt werden. Die Idee dahinter ist, Elemente des Raumes und Eigenheiten der Farbe miteinander zu verbinden. Am "störrischsten" ist das Violett, da greife ich die Malerei von Hubert Distler direkt über der Kanzel auf und verwende die Struktur als Dornen, Wege, Irrgarten. Die dreieckige Form der roten Paramente an Altar und Kanzel bezieht sich natürlich auf die Trinität und auf das Auge Gottes im Altarraum-Bild. Im grünen Parament spielt die Außenform mit dem Raum. Der Bogen wird aufgegriffen und mit "Leben" also Wachstumsstrukturen gefüllt. Das Weiß soll den Tisch des Herrn decken und an das letzte Abendmahl erinnern. 

© Entwurf Beate Baberske, Fotos Uwe Niklas

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